Simpsons der Film

Wie entsorgt man seinen Müll eigentlich fachgerecht? Nun, zunächst natürlich über eine saubere Trennung von Papier, Glas und Kunststoffen. Normale Abfälle gehören in die Haustonne. Eigentlich ist das allseits bekannt – sollte man meinen. Nicht so jedenfalls in Springfield: Alles, was irgendwie weg muss, wird gnadenlos in den ortsansässigen See gekippt. Natürlich hat sich damit über die Jahre ein ziemlich giftiger Tümpel angesammelt. Und schon schrillen die Alarmglocken. Doch erste Versuche, das drohende Unheil für die Umwelt abzuwenden, scheitern. Nicht zuletzt deshalb, weil trotz eines Verbotes nach wie vor Abfälle in das Gewässer geworfen werden. Zuletzt – wie könnte es anders sein – durch Homer Simpson.

Er hatte zuvor ein Schwein vor der Schlachtung bewahrt und es prompt adoptiert. Der vor dem Haus aufgestellte Silo kann zunächst zwar die Fäkalien des Tieres auffangen. Als er jedoch überläuft, muss er weg. Die Annahmestelle für Sondermüll wäre dafür geeignet. Schneller geht es jedoch über besagten See. Kurzum, die Hinterlassenschaften des kleinen Schweines werden samt Behälter in den Teich geworfen. Das ist jedoch der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Schon tritt die Umweltorganisation auf den Plan und greift zu einer sonderbaren Maßnahme: Da sich niemand an die Verbote hält, wird eine riesige Glasglocke über Springfield gestülpt.

Diese soll eine Ausbreitung der giftigen Dämpfe verhindern, die von der Stadt ausgehen. Aber natürlich schränkt sie auch die Freiheit der Bürger ein. Grund genug, den gesamten Zorn auf den Verursacher der misslichen Lage abzuwälzen: Homer Simpson. Als er jedoch von den Aufrechten gejagt wird, kommt ihm ein glücklicher Zufall zu Hilfe. Er und seine Familie gelangen in die Freiheit und befinden sich zunächst auf der Flucht. Doch schon bald plagt sie das schlechte Gewissen und sie wollen ihrer geliebten Heimatstadt so gerne helfen. Nicht zu Unrecht, denn Springfield soll ausgelöscht werden und die drohende Explosion einer dafür in die Glocke gebrachten Bombe steht bevor.

Allerdings würde es sich nicht um die Simpsons handeln, wenn nicht die Rettungsaktion die Ehe von Marge und Homer auf eine Zerreißprobe stellen würde. Aber auch der Nachwuchs hat so seine eigenen Sorgen, denn Lisa ist verliebt und Bart wünscht sich keinen Geringeren als Ned Flanders als seinen Vater. Schnell entwickelt sich eine Geschichte aus Liebe und Eifersucht, aus Freiheit und Gefangenschaft und allem Bösen, das sich gegen Springfield verschworen hat. Natürlich ist nicht absehbar, ob und wie sich die Geschichte auflösen wird. Für den Zuschauer hält sie allerdings einige spannende Wendungen bereit.

Und nicht nur das macht den knapp anderthalb Stunden langen Film so sehenswert. Wie schon in der TV-Serie gibt es einige prominente Gastauftritte, die manch einen Hollywoodstar in dem typischen Simpson-Gelb auf die Leinwand zaubern. Ebenso lassen sich die altbekannten Figuren blicken, die bereits jede einzelne der Folgen sehenswert machen. Glücklicherweise konnten dabei stets die originalen Synchronsprecher zur Vertonung des Kinofilmes gewonnen werden. Von dem typischen Flair der Stadt Springfield geht also nichts verloren. Doch wie immer verfolgen unsere gelben Lieblinge auch einen tieferen Zweck: So widmen sie sich – wenn auch zunächst widerstrebend – dem Umweltschutz und wenden sich durchaus kritisch gegen die Regierung der Vereinigten Staaten.

Fazit zu dem Simpsons Film

Alles in allem also ein sehr spannender und kurzweiliger Film, der einige Brisanz beinhaltet. Diese wird jedoch gekonnt charmant mit vielen Gags und Witzen überspielt. Die lustige Unterhaltung eignet sich besonders für Familien mit Kindern sowie natürlich die Simpsons-Fans. Die Altersbeschränkung liegt bei 6 Jahren, wodurch das Leinwandabenteuer also auch für die lieben Kleinen auf dem Programm stehen darf. Das Drehbuch schrieben die beiden Produzenten, die bereits der Fernsehfamilie zu Weltruhm verhalfen: Matt Groening und James L. Brooks gelang mit „Die Simpsons – Der Film“ somit zwar keine direkte Fortsetzung der TV-Serie, aber doch außerhalb dieser eine durchaus sehenswerte Verfilmung der gelbsten Helden der Welt.